BurnoutJeder Mensch erlebt Burnout ganz subjektiv.Verlaufsphasen
von Burnout im Überblick
Frühphase
Dies
hat zur Folge, dass nach der sehr aktiven Phase der Energielevel rapide
nach unten geht und sich erste Erschöpfungszustände zeigen:
Das
hat wiederum Konsequenzen für die Einstellung zur Arbeit: Desillusionierung
Falls sie sich selbst eher die Schuld geben, geraten die Betroffenen in eine depressive Phase voller Schuldgefühle, mit sinkender Selbstachtung, Selbstmitleid, Verringerte emotionale Belastbarkeit, Abstumpfung, Gefühl von Abgestorbensein und Leere, Hilflosigkeit und Ohnmachtsgefühle und Neigung zum Weinen. Falls die Betroffenen eher das Verhaltensmuster haben, externe Faktoren verantwortlich zu machen, wird die Ursache im System oder bei „den anderen“ gesucht: Die Grundstimmung wird nach außen aggressiver: Schuldzuweisungen an andere oder "das System", Vorwürfe an andere, Verleugnung der Eigenbeteiligung, Ungeduld, Launenhaftigkeit, Nörgeleien, Ärger und Ressentiments, "Alle sind gegen mich" - Vorstellungen. Dann kommt es zum Abbau der Merk- und Denkfähigkeit, der Motivation und der Kreativität, Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, Unfähigkeit, komplexe Aufgaben zu lösen, Unfähigkeit zu klaren Anweisungen, verringerte Initiative, verringerte Produktivität. Allmählich stehen kaum noch Differenzierungsmöglichkeiten zur Verfügung: Am Ende ist das emotionale soziale und geistige Leben total verflacht. Die Gratwanderung zwischen zu wenig und zuviel Nähe zu Klienten, Kolleginnen, dem ganzen sozialen Umfeld kann in einer Schlucht von übergroßer Distanziertheit, Gleichgültigkeit und Verachtung enden. Psychosomatische Symptome: Schlafstörungen, Alpträume, sexuelle Probleme, Herzklopfen, Engegefühl in der Brust, Atembeschwerden, beschleunigter Puls, erhöhter Blutdruck, Kopf- und Rückenschmerzen, Nervöse Ticks, Verdauungsstörungen, vermehrter Drogenkonsum (Alkohol, Kaffee,Tabak und andere Drogen). Verzweiflung ist das Ende dieser Symptomkette, Hoffnungslosigkeit, Gefühl der absoluten Sinnlosigkeit, Selbstmordabsichten. „Wer ausbrennt, muß einmal entflammt gewesen sein“ Was
kann man tun?
Ratgeberliteratur: Müller, Eckhart H.: Ausgebrannt - Wege aus der Burnout-Krise,Freiburg 1994 Vollmer, Helga: Ich fühle mich fix und fertig - Das Burnout-Syndrom,Wien 1996 |